19.02.2026 19:30 - 22:00 - Vorstellung der Kandidaten

16 Jünger für Finsings Gemeinderat

WAHL 2026: WGE stellt Programm und Kandidaten mit Fastenpredigt und Talkshow vor

Eicherloh — Eine Kandidatenvorstellung der anderen Art präsentierte die Wählergemeinschaft Eicherloh-Finsingermoos (WGE) im Gasthof Faltermaier. Mit einer Fastenrede sorgte Claus Emig dort für gute Stimmung unter den rund 120 Gästen. Anschließend gab es eine Talkshow mit Fragen an die WGE-Bewerber um einen Platz im Gemeinderat. Der Max (Kressirer) sei 18 Jahre lang der Fährmann der Gemeinde gewesen, vieles sei in der Zeit geschehen, so die ersten Worte des Fastenpredigers. Wenn der Nachfolger aber nicht aus Eicherloh komme, dann stehe man vor einer ganz neuen Erfahrung. „Führungskräfte-Import" nannte er diese. Wenn man schon das Personal austauscht, warum nicht konsequent? „Warum übernehmen wir nicht gleich die Gemeinde?". Als Gemeinde-Take-Over sozusagen. Der Start könne klein erfolgen — erst mal nur den Bauhof oder den Maibaum. Was haben aber die Kandidaten auf ihrer Agenda? Ein neues Einheimischenmodell in Eicherloh fand der Fastenredner im Programm. Die Jugend solle also bleiben, aber lieber ein paar Häuser weiter weg wohnen. Kindergärten seien ebenfalls wichtig. „Wer soll denn sonst unsere Kinder erziehen? Früher waren das die Eltern.

Publikum
Volles Haus beim Faltermaier: Rund 120 Gäste
kamen zur Wahlveranstaltung der WGE.
Fastenredner
Fastenredner Claus Emig (Bild r.)
schenkte kräftig ein.

Zum Schulwesen meinte der Fastenredner lachend: „Unser Kinder sind nicht dumm. Sie sind nur entlastet vom Denken." Das übernehme jetzt schließlich Google: „Und wenn das ausfällt, nennt man das bildungspolitische Krise." Auf den Friedhof zu sprechen kommend, meinte der Fastenredner, dass er keine Baumbestattungen brauche: „Mir reicht eine Seebestattung — im Finsinger Weiher." Anschließend richtete er seinen Blick auf die 16 Kandidaten: „Viele sind berufen, aber nur wenige auserwählt." Jesus habe zwölf Jünger gehabt: „Wir haben dagegen 16 und dazu zwei Ersatzleute." Entweder sei die Gemeinde anspruchsvoller, „oder Gott hat inzwischen eingesehen, dass man mit zwölf einfach nicht auskommt". Auf Politik könne die Gesellschaft auch in der Fastenzeit nicht verzichten: „Unsere Demokratie verzichtet nicht auf uns, und die Kommunalpolitik ist die Keimzelle der Demokratie." Räte sollen „dienen, nicht glänzen". Für die künftigen Gemeinderäte sei es wichtig, Verantwortung zu tragen, zuzuhören, auch wenn es anstrengend wird, und zu dienen, nicht zu glänzen. Für jeden der16 WGE-Kandidaten hatte Emig Attribute parat. Martina Kollmannsberger (Listenplatz 1) sei der Zahlenmensch, Regina Haßelbeck (2) die Erfahrene oder Alexander Hetz (3) der Innovator. Zum Abschluss betonte der Fastenredner. „Wir brauchen kein Rathaus. keine Sitzungen, keine Fastenpredigen. Wir bräuchten einfach nur mehr solche Leute wie unsere 16." Großer Applaus war Emig sicher. Er sei zwar mit dem Vorschlag, die Rede zu halten, „kalt erwischt" worden. Aber dann sei er doch Feuer und Flamme gewesen: „Ich wohne schließlich nicht nur in Eicherloh, sondern ich lebe hier."
Nach der Rede folgte die kleine Talkshow. in der Sebastian Kollmannsberger jeweils zwei Kandidaten auf die Couch bat. Launig kitzelte er Meinungen zu unterschiedlichsten Themen heraus. Norbert Gawlik (15) forderte eine bessere Schulbusverbindung Richtung Lodererplatz Erding und Verena Kressirer (11) brachte den Saal mit der Aussage zum Lachen, dass der aktuelle Gemeinderat „zu alt" sei: „Ein bisschen jünger und ein bisschen weiblicher wäre gut." Dass es nicht nur bezahlbaren Wohnraum, sondern auch bezahlbare Flächen für ortsansässige Betriebe benötige, forderte Markus Möhres (5). Er brachte eine Halle ins Spiel, welche die Gemeinde für das Handwerk bauen könnte. Dass die kommunalen Finanzen durch die „Handbremse" von Max Kressirer ganz gut aussehen würden, meinte Peter Körner (7). Man müsse aber auch die nächsten sechs Jahre Vorsicht walten lassen

Quelle: BERND HEINZINGER, Erdinger Anzeiger 20.02.2026


14.02.2026 07:00 - 12:00 - Informationsstände in Neufinsing

Wir haben uns sehr gefreut, dass so viele von euch am Valetinstag die Gelegenheit genutzt haben, an unseren Ständen in Neufinsing vorbeizuschauen, sich zu informieren und mit uns ins Gespräch zu kommen. Vielen Dank für euer Interesse.

Danke

19.11.2025 Aufstellungsversammlung der Wählergruppe Eicherloh - Finsingermoos

Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl 2026


WAHL 2026 Wählergruppe Eicherloh - Finsingermoos hat ihre Gemeinderatsliste zusammen

Eicherloh - Ganze 18 Jahre lang stellte die Wählergruppierung Eicherloh – Finsingermoos (WGE) mit Max Kressirer den Bürgermeister Finsings. Die Zeiten sind nach der Kommunalwahl 2026 aber vorbei. Denn der bisherige Amtsinhaber stellt sich nicht mehr zur Wahl, und auch beim letzten Versuch in der Aufstellungsversammlung fand sich kein Ersatz. Vielmehr wolle man mit einer starken Liste für den Gemeinderat mindestens die drei bisherigen Plätze verteidigen, bekräftigte Spitzenkandidatin Martina Kollmannsberger. Die 53-jährige meinte zudem zur Bürgermeisterfrage, dass. Sie von vielen Seiten angesprochen worden sei: „Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht. Aus Zeitgründen geht es aber einfach nicht“. Kollmannsberger wird auf Platz eins der Liste ins Rennen gehen, auf Rang zwei folgt Regina Haßelbeck. Die beiden bisherigen Gemeinderäte wurden von den 70 Anwesenden im Block in einer separaten Wahl auf die vordersten Plätze gesetzt. Das würden die Etablierten verdienen, hatte Kressirer zuvor betont. Bislang sitzt auch Anna Paulus für die WGE im Finsinger Gremium, sie habe aufgrund privater Änderungen aber nicht mehr die nötige Zeit und stellte sich daher lediglich als Ersatzkandidatin zur Verfügung. Kollmannsberger betonte bei ihrer Vorstellungsrede, dass sie als Bankfachwirtin die Finanzen der Kommune stets im Blick habe und für lösungsorientiertes Arbeiten stehe. Dass es beim Baugebiet Eicherloh nach rund 20 Jahren endlich einen Satzungsbeschluss gäbe, sei eine sehr gute Sache: „Wir müssen dran bleiben, dass sich für junge Familien der Traum vom Eigenheim erfüllt” Als Floristin und Vorsitzende des Pfarrgemeinderats hat die 62-jährige Regina Haßelbeck unter anderem den Friedhof Eicherloh im Blick. Auch den Radweg zwischen Eicherloh und Finsing dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. Noch würden ihres Wissens nach einige Grundstücke fehlen: „Ich hoffe dennoch, dass der Weg bald kommt.” Generell solle der Ort so lebenswert wie bisher bleiben.” Nachdem das Duo auf die Ränge eins und zwei gesetzt war, folgte die Vorstellungsrunde für die weiteren Plätze. Von jungen bis reifen Kandidaten, von Arbeitnehmern über Azubis bis hin zu Selbständigen, Frauen und Männer: „Wir bieten ein breites Spektrum an Interessen und Wissen", sagte Kollmannsberger mit Blick auf die 14 Vorschläge. Jeder der Anwesenden hatte 14 Stimmen zur Verfügung und konnte bis zu drei davon auf den präferierten Kandidaten vergeben. Mit 108 Stimmen holte der 58Jährige Alexander Hetz das beste Ergebnis und geht damit auf Platz drei der WGE-Liste in die Gemeinderatswahl.
Baugebiet und Radweg haben Prio
Ihm ist besonders der massive Durchgangsverkehr, etwa durch die Torfstraße oder den Finsinger Weg, ein Dorn im Auge: „Da muss etwas geschehen.“ Zebrastreifen oder eine „rechts vor links“- Regelung könnten Verbesserungen mit sich bringen. Christian Wisbacher bekam 103 Stimmen und folgte auf dem aussichtsreichen Platz vier. Der Elektromeister ist CSU-Mitglied: „Ich unterscheide aber zwischen Bundespolitik und den Themen, die für die Gemeinde wichtig sind” Die WGE sei für ihn daher der wichtigste Faktor und sein Credo laute: „Entweder packe ich etwas richtig an oder gar nicht.” Für viele der weiteren Kandidaten stellten sich das Baugebiet in Eicherloh und der Radweg ebenfalls als wichtigste ‚Themen dar, aber auch das Bürgerhaus wollten sie nicht aus den Augen verlieren. Man müsse sich für eine Renovierung einsetzen, plädierte etwa Bernadette Bachschneider, die auf Listenplatz sechs zu finden ist. Digitalisierung der Verwaltung, bessere Optionen für Gewerbetreibende und damit höhere Einnahmen für die Kommune, Unterstützung von Vereinen und Ehrenamt oder Optimierungen bezüglich Energieversorgungssystem In Finsing – die Kandidaten der WGE zeigten vielfältige Ziele für ihr mögliches Wirken. Nach der Aufstellung betonte der scheidende Bürgermeister Kressirer daher einmütig: „Wir gehen mit einer sehr starken Truppe in die Wahl.“ Mindestens drei Personen sollte die WGE dann wieder im Gremium stellen:„Schön wäre natürlich‚ein zusätzlicher vierter Platz."

Quelle: BERND HEINZINGER, Erdinger Anzeiger 20.11.2025,

Die Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos bedankt sich bei den zahlreichen Wahlberechtigten und Gästen. Die Listenplatzierung lautet wie folgt:

Listenplatz Name, Vorname
1 Kollmannsberger, Martina
2 Haßelbeck, Regina
3 Hetz, Alexander
4 Wisbacher, Christian
5 Möhres, Markus
6 Bachschneider, Bernadette
7 Körner, Peter
8 Zerndl, Stefan
9 Staudt, Sebastian
10 Albert, Benedikt
11 Kressirer, Verena
12 Maucher, Bastian
13 Ilse, Otto
14 Hufnagl, Kerstin
15 Gawlik, Norbert
16 Lobendank, Mark
Ersatz 1 Paulus, Anna
Ersatz 2 Söhl, Christian
Listenkandidaten 2026

Die Gemeinderatskandidaten der Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos (sitzend, v.l): Alexander Hetz, Markus Möhres, Martina Kollmannsberger, Regina Haßelbeck, Christian Wisbacher und Bernadette Bachschneider sowie (stehend v.l.) Peter Körner, Sebastian Staudt, Mark Lobendank, Kerstin Hufnagl, Otto Ilse, Norbert Gawlik, Bastian Maucher, Stefan Zerndl, Benedikt Albert, Christian Söhl und Anna Paulus.




Letzte Aktualisierung am 03.01.2026