Nominierungsversammlung zur Kommunalwahl 2026
WAHL 2026 Wählergruppe Eicherloh - Finsingermoos hat ihre Gemeinderatsliste zusammen
Eicherloh - Ganze 18 Jahre lang stellte die Wählergruppierung Eicherloh – Finsingermoos (WGE) mit Max
Kressirer den Bürgermeister Finsings. Die Zeiten sind nach der Kommunalwahl 2026 aber vorbei. Denn der
bisherige Amtsinhaber stellt sich nicht mehr zur Wahl, und auch beim letzten Versuch in der
Aufstellungsversammlung fand sich kein Ersatz. Vielmehr wolle man mit einer starken Liste für den
Gemeinderat mindestens die drei bisherigen Plätze verteidigen, bekräftigte Spitzenkandidatin Martina
Kollmannsberger. Die 53-jährige meinte zudem zur Bürgermeisterfrage, dass. Sie von vielen Seiten
angesprochen worden sei: „Ich habe mir sehr viele Gedanken gemacht. Aus Zeitgründen geht es aber
einfach nicht“. Kollmannsberger wird auf Platz eins der Liste ins Rennen gehen, auf Rang zwei folgt
Regina Haßelbeck. Die beiden bisherigen Gemeinderäte wurden von den 70 Anwesenden im Block in einer
separaten Wahl auf die vordersten Plätze gesetzt. Das würden die Etablierten verdienen, hatte Kressirer
zuvor betont. Bislang sitzt auch Anna Paulus für die WGE im Finsinger Gremium, sie habe aufgrund
privater Änderungen aber nicht mehr die nötige Zeit und stellte sich daher lediglich als
Ersatzkandidatin zur Verfügung. Kollmannsberger betonte bei ihrer Vorstellungsrede, dass sie als
Bankfachwirtin die Finanzen der Kommune stets im Blick habe und für lösungsorientiertes Arbeiten
stehe. Dass es beim Baugebiet Eicherloh nach rund 20 Jahren endlich einen Satzungsbeschluss gäbe,
sei eine sehr gute Sache: „Wir müssen dran bleiben, dass sich für junge Familien der Traum vom
Eigenheim erfüllt” Als Floristin und Vorsitzende des Pfarrgemeinderats hat die 62-jährige Regina
Haßelbeck unter anderem den Friedhof Eicherloh im Blick. Auch den Radweg zwischen Eicherloh und
Finsing dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. Noch würden ihres Wissens nach einige Grundstücke
fehlen: „Ich hoffe dennoch, dass der Weg bald kommt.” Generell solle der Ort so lebenswert wie
bisher bleiben.” Nachdem das Duo auf die Ränge eins und zwei gesetzt war, folgte die
Vorstellungsrunde für die weiteren Plätze. Von jungen bis reifen Kandidaten, von Arbeitnehmern
über Azubis bis hin zu Selbständigen, Frauen und Männer: „Wir bieten ein breites Spektrum an
Interessen und Wissen", sagte Kollmannsberger mit Blick auf die 14 Vorschläge. Jeder der Anwesenden
hatte 14 Stimmen zur Verfügung und konnte bis zu drei davon auf den präferierten Kandidaten
vergeben. Mit 108 Stimmen holte der 58Jährige Alexander Hetz das beste Ergebnis und geht damit auf
Platz drei der WGE-Liste in die Gemeinderatswahl.
Baugebiet und Radweg haben Prio
Ihm ist besonders der massive Durchgangsverkehr, etwa durch die Torfstraße oder den Finsinger Weg,
ein Dorn im Auge: „Da muss etwas geschehen.“ Zebrastreifen oder eine „rechts vor links“- Regelung
könnten Verbesserungen mit sich bringen. Christian Wisbacher bekam 103 Stimmen und folgte auf dem
aussichtsreichen Platz vier. Der Elektromeister ist CSU-Mitglied: „Ich unterscheide aber zwischen
Bundespolitik und den Themen, die für die Gemeinde wichtig sind” Die WGE sei für ihn daher der
wichtigste Faktor und sein Credo laute: „Entweder packe ich etwas richtig an oder gar nicht.”
Für viele der weiteren Kandidaten stellten sich das Baugebiet in Eicherloh und der Radweg ebenfalls
als wichtigste ‚Themen dar, aber auch das Bürgerhaus wollten sie nicht aus den Augen verlieren. Man
müsse sich für eine Renovierung einsetzen, plädierte etwa Bernadette Bachschneider, die auf Listenplatz
sechs zu finden ist. Digitalisierung der Verwaltung, bessere Optionen für Gewerbetreibende und damit
höhere Einnahmen für die Kommune, Unterstützung von Vereinen und Ehrenamt oder Optimierungen bezüglich
Energieversorgungssystem In Finsing – die Kandidaten der WGE zeigten vielfältige Ziele für ihr mögliches
Wirken. Nach der Aufstellung betonte der scheidende Bürgermeister Kressirer daher einmütig: „Wir
gehen mit einer sehr starken Truppe in die Wahl.“ Mindestens drei Personen sollte die WGE dann wieder
im Gremium stellen:„Schön wäre natürlich‚ein zusätzlicher vierter Platz."
Erdinger Anzeiger 2025, BERND HEINZINGER
Die Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos bedankt sich bei den zahlreichen Wahlberechtigten und Gästen. Die Listenplatzierung lautet wie folgt:
| Listenplatz |
Name, Vorname |
| 1 |
Kollmannsberger, Martina |
| 2 |
Haßelbeck, Regina |
| 3 |
Hetz, Alexander |
| 4 |
Wisbacher, Christian |
| 5 |
Möhres, Markus |
| 6 |
Bachschneider, Bernadette |
| 7 |
Körner, Peter |
| 8 |
Zerndl, Stefan |
| 9 |
Staudt, Sebastian |
| 10 |
Albert, Benedikt |
| 11 |
Kressirer, Verena |
| 12 |
Maucher, Bastian |
| 13 |
Ilse, Otto |
| 14 |
Hufnagl, Kerstin |
| 15 |
Gawlik, Norbert |
| 16 |
Lobendank, Mark |
| Ersatz 1 |
Paulus, Anna |
| Ersatz 2 |
Söhl, Christian |
Die Gemeinderatskandidaten der
Wählergruppe Eicherloh-Finsingermoos
(sitzend, v.l): Alexander Hetz, Markus
Möhres, Martina Kollmannsberger,
Regina Haßelbeck, Christian Wisbacher und
Bernadette Bachschneider sowie
(stehend v.l.) Peter Körner, Sebastian
Staudt, Mark Lobendank, Kerstin Hufnagl,
Otto Ilse, Norbert Gawlik, Bastian Maucher,
Stefan Zerndl, Benedikt Albert,
Christian Söhl und Anna Paulus.